Der Britzer Garten
Einer der zehn schönsten Gärten Deutschlands. Der Garten bietet Gartenkunst, Restaurants
und Imbisse, Veranstaltungen und Konzerte an. Seine Spielplätze sind sehr bei Kindern beliebt. Der Eintritt kostet allerdings 2 € für Erwachsene und 1 € für Kinder (6-14 J.) und Schwerbehinderte.
Auf den ehemaligen Feldern, einer weitgehend baum- und strauchfreien Fläche, baute Berlin in den Jahren 1978 bis 1985 einen Park mit Seen und Hügeln, Gärten sowie großen Spielbereichen und veranstaltete hier die Bundesgartenschau 1985.
Den Mittelpunkt des 90 Hektar großen Parksbildet der 10 Hektar große See. Aus dem beim Seeaushub gewonnenen Boden - 1 Mio. Kubikmeter wurden bis zu drei 18 Meter hohe Hügel aufgeschüttet, von denen man einen weiten Blick über die Umgebung hat. Eine Quelle an jedem Berg speist den See mit Wasser, das im Pumpenhaus aus 30 m Tiefe an die Oberfläche gefördert wird. Der überwiegende Teil der etwa 40 Hektar umfasseden Rasen- und Wiesenflächen ist zum Betreten freigegeben. Geschützt sind die naturnah gestalteten Parkbereiche: der Kopfweidenpfuhl, das Flächenwasserbiotop und die vielseitigen Uferzonendes Sees. An Rückzugs- und Brutgebiete für seltene Tierarten haben sich diese Bereiche zu funktionierenden Biotopen entwickelt.
Blumenbeete empfangen die Besucher an den Eingängen von Frühjahr bis Herbst. Eine Parkeisenbahn, die in den Sommermonaten regelmäßig Rundfahrten durch den Park ermöglicht, steht für einen Kostenbeitrag bereit.
Ausgedehnte, vielgestaltig geführte Wege ermöglichen ausgiebige Spaziergänge durch den Park. Besonders sehenswert sind der Rosengarten und der Karl-Foerster-Staudengarten, der nach dem berühmten Bornimer Staudenzüchter benannt wurde. In der Nähe des Aussichtsberges erinnert der ,,Hexengarten" an die Burggärten des späten Mittelalters.
Bemerkenswert im Britzer Garten sind die Gebäude und Brücken - jeweils für die besondere Situation erdacht. So nimmt zum Beispiel das Cafe am See die Silhouetteder Hügel auf. Die Orangerie öffnet ihre Glasfront zur Landschaft. Beeindruckend ist hier die riesige Sonnenuhr, die wohl größte Europas. Auffallend sind die vielen Kunstwerke. Sie sind alle zur Bundesgartenschau entstanden.
Umweltberatung: Das Freilandlabor Britz bietet seit 1987 für Kinder und Jugendliche ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm, das Eindrücke in die Natur gibt.
Nach dem erfolgreichen Abschluß der Bundesgartenschau mit etwa fünf Millionen Besuchern traf Berlin die Entscheidung, den ,,Britzer Garten" weiterhin eingezäunt zu lassen und ein Eintrittsgeld zu erheben. Der Betrieb des ,,Britzer Gartens" mit seiner heutigen Qualität konnte jedoch nicht aufrecht erhalten werden ohne finanziellen Zuschuss des Landes Berlin.
Text und Bilder: mh

