Heiztipps
Last Updated on Monday, 31 January 2011 12:37
Richtig lüften, statt auskühlen
Lüften Sie während der Heizperiode mehrmals täglich fünf Minuten kräftig durch. Wenn es windig ist, reichen auch 30 Sekunden. Sie sollen nur die Luft austauschen und nicht die Möbel und Wände abkühlen, die danach erst wieder Wärme aufnehmen müssen. Wärme, die man sparen kann. Das ist besser als den ganzen Tag ein Fenster auf Kipp stehen zu lassen. Wichtig: Drehen Sie beim Lüften die Heizkörperventile zu!
Heizkörper aus dem Versteck
Verbergen Sie Heizkörper nicht hinter Gardinen, zu dicht gestellten Möbelstücken, dekorativen Verkleidungen oder fest montierten Wäschestangen. Nur wenn die Wärme ungehindert im Raum zirkulieren kann, können Sie wirtschaftlich heizen.
Achten Sie auf die richtige Luftfeuchtigkeit
In vielen Wohnungen ist die Luft während der Heizperiode zu trocken. Der ideale Wert liegt bei ca. 40-50 % Luftfeuchtigkeit. Verdunstungsgefäße oder Luftbefeuchter können also die Luftfeuchtigkeit erhöhen und damit die Heizkosten reduzieren. Behalten Sie die Feuchtigkeit mit einem Hygrometer im Blick: Mehr als 65 % Luftfeuchtigkeit sollten im Haus nicht herrschen (Schimmelbildung), Werte unter 35 % sind ungesund.
Mit einem Dreh zur richtigen Temperatur
Für Wohn-, Kinder- und Arbeitszimmer reichen 20 bis 21 Grad Celsius. In Küche, Schlafzimmer und Diele können es zwei Grad weniger, im Bad zwei Grad mehr sein. In ungenutzten Räumen reichen 12 Grad Celsius in der Regel aus. Nachts und wenn Sie nicht zu Hause sind, sollte die Temperatur bis zu 3 oder 4 Grad Celsius niedriger sein. Denn mit jedem Grad weniger sparen Sie jährlich rund 6 Prozent Energie ein. Die Temperatur sollte allerdings 16 Grad Celsius nicht unterschreiten. Mit einem elektronischem Heizkörperthermostat kann für jeden Wochentag genau eingestellt werden, wann geheizt werden soll. Der Einsatz dieser Thermostate spart tatsächlich bis zu über 30% Heizkosten, da die Heizkörper zwischenzeitlich komplett ausgestellt sind. Diese Geräte erkennen auch, wenn kurzzeitig gelüftet wird und stellen den Heizkörper ab. Haben die Räume unterschiedliche Temperaturen, dann sollten auch die Türen geschlossen bleiben.
Schließen Sie die Wärme ein
Wer bereits am frühen Abend Rollläden oder Vorhänge schließt, hält die Wärme im Haus und vermeidet teures Nachheizen. Am Tage sollte man die flach scheinende Sonne wieder in die Wohnung lassen!
Lassen Sie Ihre Heizung regelmäßig überprüfen
Ein Fachmann sollte regelmäßig die Heizungsanlage warten, um so unnötige Energieverluste zu vermeiden. Werden Ihre Heizkörper ungleichmäßig warm oder treten Luftgeräusche (Gluckern) auf? Das bedeutet, es befindet sich Luft in den Heizkörpern und das Heizwasser kann nicht gleichmäßig verteilt werden. Wir empfehlen: Bitte nicht selbst entlüften. Immer den Vermieter damit beauftragen, denn die Heizungsanlage gehört ihm und für Wartung zahlen Sie mit der Heizkostenabrechnung anteilig. Bleibt ein Heizkörper beständig gleich warm, deutet das auf ein defektes Thermostatventil hin. Zur Prüfung kann man den Thermostatdrehknopf mit einem funktionierenden austauschen. Wenn sich der Verdacht bestätigt, hilft nur der Austausch des Drehknopfes.
Sorgen Sie für Wärmedämmung
Selbstklebende Schaumstoffleisten oder nachträglich angebrachte Dichtungsbänder an die Außenfenster kleben. Mit speziellen Dämmplatten oder flexiblen Dämmfolien aus dem Fachhandel, die Sie in den Heizkörpernischen anbringen, verhindern Sie, dass die Wärme in das Mauerwerk entweicht. Wenn Sie eine eigene Heizung besitzen (also nicht an eine Zentralheizung angeschlossen sind), sollten Sie die Umwälzpumpe überprüfen lassen. Moderne Pumpen verbrauchen weniger Strom als ältere Modelle, und sie pumpen nur so viel Wasser durch die Rohre, wie zum Heizen benötigt wird. Überprüfen Sie, ob die Heizungsleitungen gedämmt sind, wo sie durch ungeheizte Räume verlaufen, z.B. Keller.
Teelichter aufstellen und sich etwas wärmer Anziehen, kann Heizkosten sparen. Wenn Sie mit warmen Farben wie rot oder orange Ihre Wände streichen, ist die gefühlte Temperatur gleich einige Grad wärmer – und Sie können die Heizung von 5 auf 3 stellen.
Hilfreich kann auch ein sogenanntes "Zuglufttier",l ein Stofftier mit einer Länge von ca. 80 cm bis 100 cm sein, das an der Wohnungstür angelegt werden kann, um Zugluft von draußen zu verhindern.
Bei hohen Räumen kann durch Abhängen der Decken viel Energie gespart werden. Weniger Kubikmeter Luft können dann schneller erwärmt werden. Das spart so an Heizkosten.





