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Liebe Klimafreundin, lieber Klimafreund,
die Regierung will die Laufzeiten für Atomkraftwerke verlängern – und im September darüber entscheiden. Wir widersetzen uns dieser
unverantwortlichen Atompolitik. Wir wollen die Atomkraftwerke abschalten -
und zwar jetzt! Am 18. September gehen wir mit zehntausenden Menschen in
Berlin auf die Straße und umzingeln das Regierungsviertel. Demonstrieren
Sie mit für das Ende der Atomenergie! Wir machen klar: Atomkraft ist
keine Brückentechnologie, sondern Ausdruck einer verantwortungslosen
Politik. Das ist die Botschaft der Großdemonstration, zu der der BUND
zusammen mit anderen Organisationen aufruft. Bereits jetzt können Sie
sich informieren, unseren Aufruf weiterleiten und Mitstreiter
mobilisieren. Mehr erfahren Sie hier.
Bis Ende August können Sie Ihrer Kreativität noch freien Lauf lassen.
Schicken Sie uns Ihre Gedanken zum Thema Klima in Gedichtform: als
Klima-Haiku! Politisch, frech oder nachdenklich. Mehr...
Steuer auf Kernbrennstoffe
Am vergangenen Dienstag legte das Finanzministerium einen Entwurf für eine
Kernbrennstoffsteuer vor - sie soll Teil des Sparpaketes werden. Nach dem
Referentenentwurf soll – bisher unabhängig von Laufzeitverlängerungen
für Atomkraftwerke - eine Steuer auf Plutonium und Uran eingeführt
werden. Das wäre ein erster, überfälliger Schritt zum Subventionsabbau
bei der Atomkraft - allerdings ein kleiner angesichts der
Milliardensubventionen für die Hochrisikotechnologie und ihre Konzerne.
Für den BUND ist klar, dass die Energieunternehmen über den Umweg des
Sparpaketes keinen Freibrief zur Verlängerung der AKW-Laufzeiten erhalten
dürfen. Geplant ist derzeit eine Steuer von 220 Euro pro eingesetztem
Gramm Kernbrennstoff – wir sagen: Das ist zu wenig. Der BUND appelliert
an die Bundesregierung, die Risiken und Kosten der Atomkraft endlich
anzuerkennen und warnt dringend davor, der Atom-Lobby doch noch
nachzugeben.
Tho., 19.08.2010


Umweltnachrichten